Vier Spielkarten und ein Smartphone

Die künstliche Intelligenz ist ein Segen, aber überflügelt sie uns?

Vier Spielkarten und ein Smartphone

Der Kampf Mensch gegen Maschine war schon immer faszinierend. Im Bereich Schachspiel hat die KI enorme Erfolge verzeichnen können. KI hat öfter als die menschlichen Kollegen gewonnen, und das gibt jedem Pokerspieler zu denken. Das Programm nennt sich Pluribus und wurde von den Forschern Noam Brown und Tuomas Sandholm ins Leben gerufen. Die Programme, die bisher eingesetzt wurden, spezialisierten sich auf den Sieg eines einzelnen Gegners. Pokerspiele mit mehr als zwei Teilnehmern stellen logischerweise höhere Anforderungen an den KI.

Technisch eindrucksvoll

Pluribus siegte nicht nur im Kartenspiel, sondern darüber hinaus auch in einem Mehrspieler-Game. Künstliche Intelligenzen beherrschen mittlerweile komplizierte Strategiespiele. Das KI-System AlphaGo Zero punktet mit höchstem Profi-Niveau. Pluribus spielt vorerst mit Kopien gegen sich selbst, sodass die Ergebnisse immer besser werden. Während des Spiels ist Pluribus in der Lage, die optimale Lösung für die aktuelle Spielsituation zu finden. Es ist erstaunlich, was Pluribus geleistet hat, aber das Erstaunliche haben eigentlich die Schöpfer von Pluribus geleistet, obwohl Pluribus sich selbst weiter entwickelt und weiter bildet, bis zu einer gewissen Grenze.

Pluribus wurde schon mehrmals getestet

Die Entwickler ließen Pluribus in Turnieren gegen weltweit bekannte Profispieler antreten. Die KI spielte über 12 Tage 10.000 Runden gegen fünf reale Mitspieler. Im darauffolgenden Turnier trat nur ein realer professioneller Spieler gegen fünf Kopien von Pluribus an. Pluribus gewann häufiger als seine menschlichen Mitspieler. Die besondere Fähigkeit liegt bei der KI, Strategien zu mischen. Menschliche Spieler versuchen das zwar auch, haben aber nicht diesen durchschlagenden Erfolg wie Pluribus. Die Erkenntnisse der Forscher beruhen darauf, KI vermehrt in der realen Welt in anderen Bereichen einzusetzen.

Pokeranbieter im Internet

Die Gefahr, dass Online Poker nicht mehr aktuell ist, wird wohl kaum in den nächsten Jahren bestehen. Allerdings hat sich die KI-Software die Grundzüge des Pokerspiels selbst beigebracht. Die Software entdeckte, welche Strategie sich mit welcher Wahrscheinlichkeit bewährt. Poker ist nicht nur ein reines Glücksspiel, die Spieler können selbst viel zum Spielergebnis beitragen. Die Forscher, die Pluribus entwickelten, hatten bereits 2017 Erfolg mit der KI Libratus, allerdings nur im Eins-gegen-Eins-Spiel. Schach, Dame u.ä sind Brettspiele, die mit einem Kartenspiel wie Poker kaum zu vergleichen sind. Die Tatsache steht im Raum, KI ist intelligent, die hervorragende Software verdient ihren Ruhm. Jedoch ist zu berücksichtigen, dass Menschen den Anstoß gegeben haben, der zu diesen Erfolgen führte.

Ist die KI tatsächlich klüger als der Mensch?

Das ist keineswegs der Fall, denn der Mensch entwickelt die KI und forscht nach Verbesserungen, um die KI in den geeigneten Bereichen einzusetzen. KI leistet Erstaunliches, die Software ist phänomenal. KI ist in der Lage, sich selbst ein Spiel beizubringen, aber entwickelt hat Pluribus sich nicht selbst, sondern menschliche Wissenschaftlicher. Klar, KI vergisst nichts, KI hat keine schlechte Laune, KI macht keine Fehler und auch keinen Urlaub, schläft nie. PI ist effektiv, so lange der Strom vorhanden ist und keine gravierenden technischen Zusammenbrüche erfolgen. Daher sollten die Pokeranbieter im Internet beruhigt sein, KI wird immer noch von Menschen entwickelt, gestaltet und programmiert. Der Mensch ist nicht hundertprozentig, vergisst wichtige Sachen, macht Fehler, aber KI verlässt sich auf Strom, Energie und andere Hilfsmittel. Ohne diese Helfer ist KI keinesfalls zweckdienlich. Falls auch Du jetzt Lust bekommen hast, ein paar Dreher bei der Lieblingsspielbank zu versuchen, schau Dir doch einmal diesen Anbieter an.